Inter-Mailand-Star macht Liverpool für Champions-League-Aus verantwortlich – mit „ausgedachter“ Behauptung

Jonas Müller
25.02.2026 | 22:25

Liverpool setzte sich in der Gruppenphase der Champions League gegen Inter Mailand durch. Die Italiener scheiterten später in der Play-off-Runde überraschend am norwegischen Klub Bodo/Glimt und schieden nach Hin- und Rückspiel mit insgesamt 2:5 aus.

Inter-Mittelfeldspieler Nicolo Barella ist überzeugt, dass eine umstrittene Entscheidung aus dem Duell mit Liverpool den Ausschlag für das spätere Aus gegeben hat. Der 29-Jährige, der sein Team auch gegen Bodo/Glimt als Kapitän aufs Feld führte, sprach von einem „ausgedachten“ Elfmeter, der Inter letztlich entscheidende Punkte gekostet habe.

Seiner Ansicht nach verhinderte der späte Strafstoß für Liverpool im Spiel im San Siro, verwandelt von Dominik Szoboszlai, dass Inter unter die Top Acht der Gruppenphase kam. Damit hätte sich der Klub direkt für das Achtelfinale qualifiziert und die zusätzliche Play-off-Runde inklusive der Reise nach Norwegen vermeiden können.

„Wir haben alles versucht, aber sie waren besser“, wird Barella von Goal zitiert. „Es ärgert mich, dass wir wegen eines Elfmeterpfiffs in der 90. Minute, der nie einer war, einen Punkt verloren haben. Ohne diese Entscheidung wären wir in den Top Acht gelandet.“

Die Szene, auf die sich Barella bezieht, betraf Florian Wirtz, der nach einem leichten Zupfer am Trikot durch Alessandro Bastoni zu Boden ging. Zunächst lief das Spiel weiter, doch nach Eingriff des VAR sah sich der Schiedsrichter die Szene am Monitor an und entschied schließlich auf Strafstoß. Die Entscheidung sorgte für viel Kritik.

Auch Henrikh Mkhitaryan zeigte sich damals irritiert. Er stellte infrage, wie aus einer solchen Situation ein Elfmeter entstehen könne, und deutete an, dass man dann fast jede Berührung im Strafraum ahnden müsse. Der frühere italienische Trainer Fabio Capello äußerte sich als TV-Experte ähnlich kritisch und sprach von einer offensichtlichen Schwalbe.

Inter-Trainer Cristian Chivu wollte sich hingegen weniger mit der Vergangenheit beschäftigen. Er verwies darauf, dass sein Team gegen Bodo/Glimt in beiden Spielen nicht die nötigen Lösungen gefunden habe. Der Gegner habe tief verteidigt, mit vielen Spielern hinter dem Ball gestanden und Inter so kaum Räume gelassen. Letztlich habe man keinen Weg gefunden, die kompakte Defensive zu knacken.