Street-Art-Ausstellung feiert die lokale Kreativszene

Sophie Becker
23.02.2026 | 14:09

In einem Museum der Stadt ist eine neue Ausstellung eröffnet worden, die über zwanzig Jahre Graffiti- und Street-Art-Kultur beleuchtet.

Unter dem Titel "Diesel Streets: A Peterborough Wall Story" präsentiert Künstler Nathan Murdoch im Peterborough Museum and Art Gallery eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit der urbanen Kunstszene seiner Heimatstadt. Die Schau zeigt, wie stark Street Art nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das visuelle Erscheinungsbild der Stadt geprägt hat.

Im Mittelpunkt stehen Themen wie soziale Herkunft, Zugehörigkeit und Durchhaltevermögen. Murdoch betont, dass die Ausstellung vor allem jenen Gemeinschaften eine Stimme geben soll, die in klassischen Galerieräumen oft keinen Platz finden. Es gehe ihm nicht darum, Graffiti zu verherrlichen, sondern die Geschichte einer Bewegung zu erzählen, die viele Kreative seiner Generation inspiriert habe. Die Wände der Stadt hätten ihn mindestens genauso geprägt wie jede Schulbank, sagt er. Die Ausstellung versteht er als eine Art Dank an die Subkultur von Peterborough.

Ein besonderer Teil der Ausstellung ist eine Hommage an Y2SK8, einen zentralen Treffpunkt der Skate- und Graffiti-Szene der Stadt. Außerdem gibt es eine interaktive Installation, bei der Besucher ihren Namen auf einem Zug verewigen können - eine Anspielung auf das Grundprinzip des Graffiti, sichtbar zu sein und Spuren zu hinterlassen.

Begleitend zur Ausstellung wird ein kostenfreies Programm mit Künstlergesprächen und Workshops angeboten, unterstützt vom Arts Council. Während der Osterferien sind zudem kreative Angebote für junge Menschen geplant.

Das Museum arbeitet nach eigenen Angaben schon seit Jahren mit Murdoch zusammen, erste Gespräche über eine Einzelausstellung gab es bereits 2020. Ein Sprecher des Hauses erklärte, Murdoch sei eng mit der Stadt verbunden und mache auf die oft unterschätzte kreative Energie Peterboroughs aufmerksam. Man freue sich, Street Art in den Galerieraum zu holen.

Auch die Organisation Peterborough Positive sieht in der Ausstellung ein Zeichen für die wachsende Bedeutung von Street Art. Urbane Kunst verwandle alltägliche Orte in kulturelle Bezugspunkte und erzähle authentische Geschichten aus der Stadt. Erst kürzlich wurde ein neuer Street-Art-Rundgang mit Karte vorgestellt, der die zahlreichen Wandgemälde im Stadtgebiet sichtbar macht.

Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Mai zu sehen.